Christian Imaginations - Christliche Meditationen

Was ist überhaupt Meditation?

Viele Menschen, die Jesus nachfolgen, kennen Meditation vor allem aus östlichen Religionen. Sie verbinden Meditation mit der Praktik, die dort angewendet wird, sich innerlich zu leeren und viele sehen dabei die Gefahr, dass dieser Zustand des Nichts ein Einfallstor für böse, spirituelle Mächte ist.

Ich möchte aber heute mit dir zusammen den Begriff Meditation definieren, beziehungsweise die Definition nach der Bibel richtig stellen. Wie man es auch immer nennen will: Meditation, Imagination, Visualisation - lass mich dies vorweg nehmen: Jeder Mensch meditiert täglich - bewusst oder unbewusst.

Das Wort „Meditation“ kommt vom lateinischen „meditatio“, also „das Nachdenken, die Einübung, das Vorbereitung auf etwas“

Der Wortstamm Medium oder Medio weist auf den Begriff Mitte/Zentrum hin

Was sagt die Bibel dazu?

Die Bibel ist voll von Versen, die uns auffordern, zu meditieren. Während die Englische Bibel dann auch tatsächlich das Wort „meditate“ verwendet, wird in den Deutschen Übersetzungen oft, das Wort „nachsinnen“ benutzt. Der Hebräische Ursprung „hāḡâ» , weist auf Begriffe hin wie „sich vorstellen“, „nachsinnen“ oder „meditieren“. Im eigentlichen Sinne auch verbunden mit „Durch den Mund aussprechen“ der Wörter, so, dass diese durch das wieder aufnehmen der ausgesprochenen Worte verinnerlicht wird.

Viele Christen proklamieren die Bibel durch Aussprechen der Worte, in der Erwartung, dass die proklamierten Worte samit Teil von ihnen werden. Das Problem dabei ist, dass diese Proklamationen hauptsächlich im intellektuellen Bereich statt finden und nicht bewusst mit Gefühlen verbunden werden. Erst wenn dies dann zufällig trotzdem geschieht, passiert eine innere Veränderung. Wieso sollten wir uns also nicht von Anfang an bewusst die Wahrheiten Gottes auf allen Sinnesebenen vorstellen?

Psalm 1:1-3 sagt zum Beispiel

1 Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. 3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl.

Und in Joshua 1:8-9 steht

Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln!

Psalm 63:6-7

6 Meine Seele wird satt wie von Fett und Mark, und mit jauchzenden Lippen lobt dich mein Mund, 7 wenn ich an dich gedenke auf meinem Lager, in den Nachtwachen nachsinne über dich. 8 Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich. 

Die Bibel fordert uns also auf, über das Gesetz und über Gott selbst nachzusinnen. Wir leben spätestens seit der Auferstehung Jesu nicht mehr nach dem Gesetz, sondern der Heilige Geist leitet uns an mit seinen sanften Inputs. Und trotzdem: Wie wertvoll ist es, wenn wir ihn selbst und seine Wahrheiten bewusst verinnerlichen?

Wir meditieren die ganze Zeit

Ich kenne eine Frau, die sich immer vorgestellt hat, was alles passieren könnte. Schon als Kind stand sie, wenn ihre Eltern weg waren, jeweils am Fenster und stellte sich vor, was ihren Eltern alles passiert sein könnte und wie es wäre, wenn sie nicht mehr zurück kommen. An diesem fokussieren und vorstellen, von dem, was alles passieren könnte, hielt sie weiterhin fest – auch als sie schon erwachsen war. Wenn ihre Kinder irgendwo hochkletterten, stellte sie sich vor, wie sie herunter fallen könnten, wenn sie husteten, stellte sie sich vor, wie sie schwer krank werden könnten und durch diese Meditation auf das schlechte wurde ihr Leben konstant von einer Angst geprägt. Sie wurde davon gehindert, in volle Zügen zu leben.

Nun stell dir mal vor, es wäre genau anders rum. Was würde es in deinem Leben bewirken, wenn du dir bewusst vorstellst, wie positives in deinem Leben passiert.

Ich hatte das unbewusst selbst erlebt, als ich schon als Jugendlicher immer davon träumte, wie ich ein Held wäre, der einen Verbrecher fängt. Ich hatte mir jeweils detailliert vorgestellt, wie ich einem Verbrecher durch die Stadt nachrannte, einholte und dann – wie ein American Football Spieler – tackelte und zu Boden brachte.

Tatsächlich kam es dann, als ich 28 Jahre alt war so weit, dass genau dies passierte. Nachdem wir in Bolivien überfallen wurden und danach zusammen mit der Polizei den Verbrecher in der Stadt suchten erblickten wir ihn auch tatsächlich wieder. Er uns auch! Er rannte davon und instinktiv rannte ich ihm nach. Ich studierte nicht viel, aber ich war schneller, holte ihn ein – und brachte ihn wie ein American Football Spieler zu Boden – genau so, wie ich mir das immer vorgestellt hatte. Es war in mir drin und mein Herz leitete mich, ohne dass ich dabei studierte. Der Verbrecher wurde dann übrigens verhaftet und es stellte sich heraus, dass er ziemlich berüchtigt war und auch schon Menschen ermordet hatte. Gott hatte ihn durch mich gestoppt.

Auch Sportler nutzen ihre Vorstellungskraft, um sich auf ihren Wettkampf vorzubereiten.

Rennfahrer zum Beispiel visualisieren ihre Runde vor dem Rennen mit geschlossenen Augen und wenn man dabei die Zeit stoppt, sind sie auf die Zehntelsekunde genau damit fertig.

Im Fussball stellen sich Torhüter den Elfmeter ihres Gegners vor und springen dann instinktiv in die richtige Ecke.

Das Herz

Bist du schon einmal fast eingeschlafen, während dem du einen Film geschaut hast? Dann hast du bereits auf fortschrittliche Weise Meditation ausgeübt. Du bist dabei nämlich in den sogenannten Alpha-Status geraten, ein Status, wo sich dein Unterbewusstein öffnet, für das, was von Aussen kommt. Alle Eindrücke, die du in diesem Status aufnimmst, ob über deine Ohren, Augen oder andersweitig gehen direkt in dein Herz – man könnte es auch Unterbewusstsein nennen - und hinterlassen dort tiefe Prägungen.

Je nach Qualität des Filmes, den du also im Halbschlaf geschaut hast, wurdest du auf positive oder negative Art geprägt. Und diese Prägungen werden dein Handeln und dein Leben insofern prägen, indem sie deine Entscheidungen beeinflussen, die du unbewusst machst.

Die Bibel sagt in Sprüche 4:23: „Mehr als alles andere behüte dein Herz; “

Der Vers direkt davor weist darauf hin, dass wir die Worte der Weisheit im innersten des Herzens bewahren sollen, denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leib.

Wie hilfreich könnte es also sein, wenn du nun all diese Tatsachen wissentlich nutzt, und dein inneres, also dein Unterbewusstsein füllst mit deiner Beziehung zu Jesus Christus und mit den Wahrheiten der Bibel?

Zu denken, dass du als Christ nicht meditieren darfst, ist wie zu denken, dass du mit deinen Augen nicht schauen darfst. Sie tun es sowieso. Aber du kannst entscheiden, was deine Augen anschauen. Ob du das anschaust, was dir gut tut oder das, was dir nicht gut tut. Genauso ist es mit deiner inneren Vorstellungskraft. Sie stellt sich sowieso etwas vor, aber du kannst entscheiden, was es ist.

Du musst dich deswegen nicht innerlich leeren, wie dies von den östlichen Religionen her praktiziert wird, sondern du füllst im Gegenteil dein Inneres aus mit Jesus Christus, dem Vater im Himmel und dem Heiligen Geist und seinen Wahrheiten. Wo Licht ist, hat Dunkelheit keinen Platz. Wo Jesus ist, werden böse Mächte keinen Platz finden.

 Meine Meditationen helfen dir dabei, dir diese Wahrheiten Gottes vorzustellen. Sie helfen dir, sie innerlich zu ergreifen. Dies wird positive Auswirkungen auf dein Leben positiv haben und dich in ein siegreiches, göttliches Leben führen. Ich möchte dich ermutigen, dir auch selbst Göttliche Wahrheiten vorzustellen – und dabei offen zu sein, für das Reden des Heiligen Geistes. Oft führt er uns dabei zu Offenbarungen, auf die wir selbst nie gekommen wären.

 In dem Sinne hoffe ich, dass ich dich angeregt habe, diese Fähigkeit zu nutzen, dir Dinge vorzustellen und diese Fähigkeit positiv zu nutzen, indem du dir die Wahrheiten Gottes vorstellst. Ich bin gespannt, was dies in deinem Leben bewirken wird.